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Das Hochzeitsoutfit

Kleid oder Dirndl, Anzug oder Tracht, dazu Ringe, Strauß und Styling - sechs Entscheidungen, die auf jedem Foto zusammen zu sehen sind. Zwei Dinge halten sie zusammen: eine gemeinsame Förmlichkeitsstufe und ein Zeitplan, in dem das Kleid den Takt vorgibt.

Brautkleid und Anzug hängen nebeneinander an einer Tür im Morgenlicht, davor Schuhe und Ringschatulle.

Das Kleid gibt den Takt vor

Es gibt eine natürliche Reihenfolge, und sie ergibt sich nicht aus Wichtigkeit, sondern aus Vorlaufzeit. Das Brautkleid braucht am längsten - Lieferzeit plus zwei Änderungsanproben - und es legt zugleich fest, wie festlich der ganze Tag wird.

Sobald es feststeht, richtet sich der Anzug danach aus. Danach folgen Ringe, Strauß und Styling - alle drei lassen sich später entscheiden, ohne dass etwas kippt.

Wer sich für Tracht entscheidet, hat es etwas leichter: Ein Brautdirndl von der Stange braucht mit Änderungen zwei bis drei Monate, ein maßgefertigtes etwa ein halbes Jahr.

Die Vorlaufzeiten nebeneinander

WasVorlaufWarum
Brautkleid9 bis 6 MonateLieferzeit plus zwei Änderungsanproben
Brautdirndl maßgefertigtetwa 6 Monatevon der Stange mit Änderungen 2 bis 3 Monate
Hochzeitsanzug4 bis 3 Monatemaßgefertigt etwa 6 Monate
Eheringe6 bis 3 MonateAnfertigung und Gravur brauchen Wochen
Brautstyling: Probetermin8 bis 4 Wochendient auch der Zeitmessung für den Morgen
Brautstrauß3 bis 2 Monategebunden wird am Vortag

Am Anfang jeder Planung steht dieselbe Frage: Womit fange ich an? Mit dem Kleid - alles andere hat Luft. Der Brautstrauß dagegen, über den viele Paare früh nachdenken, darf eine der letzten Entscheidungen sein.

Wann welcher Schritt insgesamt ansteht, steht in der Checkliste.

Eine Förmlichkeitsstufe für beide

Der häufigste Fehler bei Paar-Outfits ist nicht die falsche Farbe, sondern ein Ungleichgewicht: ein bodenlanges Kleid mit Schleppe neben einem offenen Leinensakko, oder ein Dreiteiler neben einem kurzen Sommerkleid. Beides sieht aus, als hätten sich zwei Menschen für verschiedene Anlässe angezogen.

Einigt euch deshalb zuerst auf eine Stufe - locker, festlich oder sehr formell - und wählt dann beide darauf. Die farbliche Abstimmung ist danach eine Kleinigkeit und läuft meist über Krawatte, Einstecktuch oder Anstecker aus demselben Strauß.

Als Orientierung hilft der Ort: Eine Alm trägt eine andere Stufe als ein Palais. Welcher Rahmen wo herrscht, steht bei den Hochzeitslocations und bei den Hochzeitsstilen.

Die Teile im Einzelnen

Häufige Fragen

In welcher Reihenfolge wählt man das Hochzeitsoutfit?
Zuerst das Brautkleid oder Brautdirndl, weil es die längste Vorlaufzeit hat und die Förmlichkeit des Tages vorgibt. Danach der Anzug des Bräutigams, der sich daran ausrichtet. Eheringe, Brautstrauß und Styling folgen - sie lassen sich später festlegen, ohne dass etwas kippt.
Wie früh muss man mit dem Hochzeitsoutfit beginnen?
Mit dem Kleid neun bis sechs Monate vorher, bei Maßanfertigung früher. Der Anzug braucht drei bis vier Monate, Eheringe drei bis sechs. Der Brautstrauß und das Styling sind die letzten Entscheidungen und brauchen nur Wochen.
Müssen Braut und Bräutigam farblich abgestimmt sein?
Wichtiger als die Farbe ist die gemeinsame Förmlichkeitsstufe. Ein bodenlanges Kleid neben einem offenen Leinensakko wirkt unausgewogen, auch wenn die Farben passen. Legt zuerst fest, wie festlich der Tag wird, und wählt beide auf dieser Stufe.
Kann man in Österreich in Tracht heiraten?
Ja, und es ist völlig üblich - Brautdirndl und Trachtenanzug sind gleichwertige Alternativen zu Kleid und Anzug, nicht eine Verkleidung. Besonders selbstverständlich wirken sie auf Almen, in Wirtshäusern und auf Weingütern.