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Brautfrisur und Make-up

Der Morgen einer Hochzeit hat etwas Feierliches: Kaffee, Musik, Menschen, die einem die Haare stecken. Er hat auch eine Eigenschaft, die kein anderer Teil des Tages hat - er lässt sich nicht verschieben. Die Trauung wartet nicht, also muss die Rechnung vorher stimmen.

Eine Braut wird am Morgen frisiert, im Spiegel sieht man Haarnadeln und Blüten.

Kurz zusammengefasst

  • Make-up und Frisur der Braut brauchen je 60 bis 90 Minuten
  • Jede weitere Person kommt mit 30 bis 45 Minuten dazu
  • Mindestens 30 Minuten Puffer einplanen - der Block, den alle streichen
  • Probetermin vier bis acht Wochen vorher, auch zur Zeitmessung
  • Meist zuerst Make-up, dann Frisur
  • Wasserfeste Mascara ist Pflicht - geweint wird fast immer

Der Morgen ist der einzige Block ohne Reserve

Alles andere an einem Hochzeitstag lässt sich dehnen oder kürzen. Die Agape kann länger dauern, das Menü später beginnen, die Party früher enden. Der Morgen kann das nicht - am Ende steht ein Termin, zu dem ihr fertig sein müsst.

Deshalb ist die einzige sinnvolle Planung eine Rückwärtsrechnung. Diese Zeiten sind erprobt:

WasWie langeAnmerkung
Make-up Braut60 bis 90 Minutenmeist zuerst, damit die Frisur darauf aufbaut
Frisur Braut60 bis 90 Minutenlänger bei Hochsteckfrisuren und langem Haar
Weitere Personenje 30 bis 45 MinutenMutter, Trauzeuginnen - jede Person verlängert den Morgen
Anziehen20 bis 30 Minutenmit Hilfe, bei Korsage und Knöpfen deutlich länger
Fotos vom Getting Ready30 bis 60 Minutenläuft parallel, braucht aber Platz und Licht
Puffermindestens 30 Minutender Block, den alle streichen und alle brauchen

Rechnet vom Trauungstermin rückwärts und zieht die Anfahrt ab - großzügig, denn an einem Samstagvormittag steht man in jeder Stadt irgendwo. Was dabei herauskommt, ist meist eine frühere Startzeit, als einem lieb ist. Genau das ist der Punkt: Lieber eine Stunde zu früh fertig als zwanzig Minuten zu spät.

Jede zusätzliche Person kostet eine halbe Stunde

Wenn Mutter, Schwiegermutter und drei Trauzeuginnen mitgestylt werden, sind das schnell zweieinhalb Stunden zusätzlich - oder eine zweite Stylistin. Klärt früh, wer dabei ist, und sagt es bei der Buchung. Diese Zahl entscheidet, wann euer Tag beginnt.

Der Probetermin

Er kostet extra und ist trotzdem der sinnvollste Termin im ganzen Outfit-Bereich - aus zwei Gründen, von denen nur einer offensichtlich ist.

Der offensichtliche: Ihr seht, ob das Gewünschte zu eurem Haar und eurer Haut passt. Ein Foto aus dem Netz zeigt eine andere Haarstruktur, eine andere Länge und ein anderes Gesicht.

Der wichtigere: Ihr messt die Zeit. Erst beim Probetermin weiß die Stylistin, wie lange sie bei euch tatsächlich braucht - und darauf baut der gesamte Morgenzeitplan auf. Fragt am Ende ausdrücklich: Wie lange hat es gedauert, und wie lange rechnest du am Hochzeitstag?

Der beste Zeitpunkt liegt vier bis acht Wochen vorher. Früher ändern sich Haarlänge und Hautbild noch, später bleibt keine Zeit, jemand anderen zu finden, falls es nicht passt. Legt den Termin idealerweise auf einen Tag, an dem ihr danach noch etwas vorhabt - so seht ihr am Abend, was gehalten hat.

Was zwölf Stunden hält

Ein Hochzeitstag dauert länger als jeder andere Anlass, an dem ihr geschminkt seid - und er enthält Tränen, Umarmungen, Hitze oder Kälte und meist Tanzen.

  • Wasserfeste Mascara und ein Eyeliner, der nicht verläuft. Geweint wird fast immer, spätestens bei den Reden.
  • Grundierung und Fixierung entscheiden über die Haltbarkeit mehr als das einzelne Produkt. Sagt, wie lang euer Tag wird.
  • Bei Feiern im Freien: Sonnenschutz mitdenken - und beachten, dass hoher Lichtschutz auf Blitzfotos manchmal weiß schimmert. Sprecht das an.
  • Bei Hochsteckfrisuren ein paar zusätzliche Nadeln in derselben Farbe einstecken lassen. Nach dem Tanzen fehlt immer eine.

Und der Klassiker: Ein Nachbesserungssäckchen - Lippenstift, Puder, Haarnadeln, Haarspray in Reisegröße - geht an die Trauzeugin. In einem Brautkleid gibt es keine Taschen.

Zu Hause oder im Salon

Beides funktioniert, die Unterschiede sind praktischer Natur.

Zu Hause oder in der Unterkunft ist entspannter, spart die Fahrt und ist der bessere Rahmen für Fotos vom Getting Ready. Es braucht dafür allerdings Platz, gutes Licht - idealerweise ein großes Fenster - und eine Steckdose in der Nähe. Ein Zimmer mit Nordfenster und ein Sessel vor dem Fenster genügen; Deckenlicht allein ist für Make-up ungeeignet.

Im Salon ist alles vorhanden und der Ablauf eingespielt. Dafür kommt eine Fahrt dazu - im Brautkleid oder im Kleid davor -, und die Fotos vom Morgen entstehen in einer fremden Umgebung.

Wer sich für zu Hause entscheidet, klärt vorher zwei Dinge mit der Stylistin: ob sie anreist und was das kostet, und ob sie einen eigenen Stuhl und Spiegel mitbringt. Und wenn die Fotografin schon dabei ist: Räumt den Raum auf, bevor sie kommt - auf Getting-Ready-Bildern sieht man jedes herumliegende Ladekabel.

Häufige Fragen

Wie lange dauert das Braut-Styling am Hochzeitsmorgen?
Rechnet für Make-up und Frisur der Braut je 60 bis 90 Minuten, also zusammen zwei bis drei Stunden. Jede weitere Person - Mutter, Trauzeuginnen - kommt mit 30 bis 45 Minuten dazu. Plus Anziehen und mindestens 30 Minuten Puffer.
Braucht man einen Probetermin?
Für das Make-up ja, für die Frisur meistens auch. Er ist der einzige Weg herauszufinden, ob das gewünschte Ergebnis zu eurem Haar und eurer Haut passt - und wie lange es tatsächlich dauert. Diese Zeitmessung ist fast wichtiger als das Ergebnis, weil davon der ganze Morgenzeitplan abhängt.
Wann macht man den Probetermin?
Vier bis acht Wochen vor der Hochzeit. Früher ist wenig sinnvoll, weil sich Haarlänge und Hautbild noch ändern; später bleibt keine Zeit, um bei Bedarf jemand anderen zu suchen. Ideal ist ein Termin, an dem ihr danach ohnehin etwas vorhabt - so seht ihr, wie das Styling über Stunden hält.
Soll man zuerst Make-up oder Frisur machen?
Meist zuerst das Make-up, dann die Frisur - so wird die fertige Frisur nicht durch Puder oder Sprühnebel beeinträchtigt. Wenn beide Personen gleichzeitig arbeiten wollen, klärt das vorher: Zwei Menschen am selben Kopf brauchen Absprache und mehr Platz, als man denkt.
Was hält bei Hitze und Tränen?
Wasserfeste Mascara und ein Eyeliner, der nicht verläuft, sind das Minimum - geweint wird fast immer. Für die Haltbarkeit über zwölf Stunden zählen Grundierung und Fixierung mehr als das Produkt selbst. Sagt der Visagistin, wie lang euer Tag wird und ob ihr draußen feiert.
Was nimmt man zum Nachbessern mit?
Lippenstift oder Lipgloss in der verwendeten Farbe, Puder gegen Glanz, Haarnadeln und etwas Haarspray in Reisegröße. Mehr braucht es selten. Gebt es der Trauzeugin - in einem Brautkleid gibt es keine Taschen.