Die Hochzeitslocation
Ein Arkadenhof, ein Steg über dem Wasser, eine Tafel unter Rebzeilen: Der Ort prägt den Tag mehr als jede Deko - wie viele Gäste kommen können, ob draußen gefeiert wird, wann der Abend endet. Er ist auch die einzige Entscheidung, die sich nach der Anzahlung kaum noch korrigieren lässt.
In welcher Reihenfolge ihr entscheidet
Drei Dinge stehen vor der Location, und wer sie überspringt, besichtigt Häuser, die von vornherein nicht passen: das ungefähre Datum, die ungefähre Gästezahl und der Budgetrahmen. Mit diesen drei Angaben lässt sich ein Telefonat in fünf Minuten führen. Ohne sie wird jede Besichtigung zu einem Gespräch über Möglichkeiten.
Danach kommt die Location - und zwar vor Fotograf, Musik und allem Weiteren. Sie legt fest, wie viele Gäste möglich sind, ob es einen Außenbereich gibt und ob ihr am selben Ort heiraten könnt, an dem ihr feiert. Gefragte Häuser sind ein bis zwei Jahre im Voraus vergeben. Die Reihenfolge der übrigen Schritte steht in der Checkliste.
Sechs Fragen beim ersten Termin
Eine Besichtigung dauert eine Stunde, und man vergisst zuverlässig die Hälfte. Diese sechs Fragen entscheiden mehr als jeder Eindruck vom Saal:
- Wie viele Gäste passen bei Schlechtwetter hinein, sitzend? Sehr viele Kapazitätsangaben rechnen den Garten mit. Diese Zahl ist die einzige, die immer gilt.
- Dürfen wir hier standesamtlich heiraten? Das entscheidet die Gemeinde, nicht das Haus - fragt beide.
- Was kostet die Trauung vor Ort zusätzlich? Manche Häuser verlangen Raummiete, andere ausdrücklich nichts.
- Gibt es einen Mindestumsatz? Er ist oft der eigentliche Preis und steht selten auf der Website.
- Wie lange dürfen wir feiern? Sperrstunde, Musiklautstärke im Freien, Nachbarschaft.
- Wie kommen die Gäste weg? Zimmer am Ort, Taxis, Shuttle - besonders dort, wo Wein ausgeschenkt wird.
Viele Paare verlieben sich in einen Ort und rechnen danach. Umgekehrt ist es leichter: Wer mit Gästezahl und Budget hineingeht, sieht sich drei passende Häuser an statt zwölf unpassender - und muss sich nicht gegen eines entscheiden, in das er sich schon verliebt hat.
Nach Bundesland
- Wien Palais, Stadtsäle und Heurige 13 Locations
- Niederösterreich Schlösser, Weingüter, Kellergassen 22 Locations
- Oberösterreich Seen des Salzkammerguts und Höfe 13 Locations
- Steiermark Südsteirische Weinberge und Buschenschanken 27 Locations
- Salzburg Almen, Seen und historische Häuser 11 Locations
- Kärnten Wörthersee, Ossiacher See, Südufer 11 Locations
- Tirol Bergkulissen und Hütten in Höhenlage 10 Locations
- Burgenland Weingüter, Gutshöfe, Neusiedler See 11 Locations
- Vorarlberg Bodensee, Bregenzerwald, moderne Bauten 9 Locations
Nach Art des Hauses
Häufige Fragen
- Wann sucht man die Hochzeitslocation?
- Direkt nach Datum, Gästezahl und Budgetrahmen - und vor allem anderen. Die Location bestimmt, wie viele Gäste überhaupt möglich sind, ob draußen gefeiert werden kann und wie der Tagesablauf aussieht. Gefragte Häuser sind ein bis zwei Jahre im Voraus vergeben, im Herbst noch länger.
- Kann man überall standesamtlich vor Ort heiraten?
- Nein. Ob das Standesamt außerhalb des Amtsgebäudes traut, entscheidet die Gemeinde, in deren Sprengel die Location liegt - nicht die Location selbst. Klärt es doppelt ab, beim Haus und beim zuständigen Standesamt, bevor ihr eine Anzahlung leistet.
- Wie viel kostet eine Hochzeitslocation in Österreich?
- Die wenigsten Häuser weisen Preise öffentlich aus, und Pauschalangaben aus dem Netz sind fast nie belegt. Verlässlich wird es erst mit einem Angebot für euren Termin, eure Gästezahl und euren Ablauf. Fragt dabei ausdrücklich nach Raummiete, Mindestumsatz und Kosten für eine Trauung vor Ort.
- Was ist die wichtigste Frage bei der Besichtigung?
- Was passiert, wenn es regnet. Sehr viele Kapazitätsangaben rechnen den Außenbereich mit. Lasst euch den Schlechtwetterplan zeigen und fragt nach der Gästezahl, die drinnen sitzend Platz hat - das ist die einzige Zahl, auf die ihr euch verlassen könnt.